Dienstag. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und ein wenig Zeitverzögerung ist es endlich soweit, wir können nach einem Jahr Van Life, viel Arbeiten und wenig Freizeit endlich unser großes Abenteuer starten. Unser erstes Reiseziel wäre ursprünglich mal Bordeaux gewesen. Da wir dadurch aber mehr als die hälfte Frankreichs nicht gesehen hätten, haben wir diesen Plan kurzerhand über Board geschmissen und sind nach Etretat in die Normandie gefahren.

Nach sieben Stunden Autofahren und einigen Pausen später schienen wir angekommen zu sein. Vor uns ein sehr schottriger und holpiger Pfad mit einem Schild, das Wohnwagen hier wohl verboten sind. Davon lassen wir uns natürlich nicht stoppen – rein ins Abenteuer und siehe da, ganz schön viele Campervans hier. Bei unserer Ankunft war es leider schon nach Mitternacht und somit auch stockdunkel. Die tolle Aussicht, die wir am nächstem Morgen aus dem Bett genießen werden, wurde für uns also auch noch ein Überraschungseffekt.

Blick auf den Parkplatz in Etretat

Blick auf den Parkplatz in Etretat

Da Dobby eh noch einen Spaziergang brauchte, gingen wir noch so gut wie möglich die Umgebung erkunden. Bei unserem Fred war leider kein bisschen Meeresrauschen zu hören, wie wir es uns eigentlich erhofft hatten. Doch schon zwei Minütchen Fußweg vom Van entfernt konnten wir eine Treppe nach unten erahnen und peitschende Wellen hören. Da es uns dann aber doch etwas zu gruselig war, einfach so dort runterzugehen, beschlossen wir den Rest am nächsten Morgen bei Tageslicht zu erkunden. Nach erholendem Schlaf, einer Tasse Kaffee und einem fabelhaften Blick auf die atemberaubenden Steilklippen der Normandie packten wir unseren Rucksack, den Hundi und zogen los.

Höhle in Etretat

Kleine Höhle zum Hineinklettern

Von jedem Hügel auf den wir wanderten wurde der Blick schöner, die Aussicht weiter und jede neue Klippe spektakulärer. Zwischen Eseln und Kühen zogen sich Pfade zu kleinen unscheinbaren Stränden wieder rüber zu hohen Klippen, wo manch eine sogar eine Höhle zum Hineinklettern hatte. Völlig fasziniert und begeistert wanderten wir also einmal in jede Richtung solang es schön war, gingen zwischendurch baden und beschlossen uns den Sonnenuntergang unten am Meer anzusehen. Wie wohl alles an diesem Ort empfanden wir diesen auch wieder als wunderschön.

Sonnenuntergang Etretat

Sonnenuntergang am Meer in Etretat

Da wir ja aber auch in andere Abenteuer geraten wollen, wird unsere Route uns nun aber an einen nächsten Ort führen, welcher hoffentlich genauso fein sein wird.

Alles in allem kann man behaupten, das wir unsere Reise wohl kaum mit einem schöneren Fleck hätten beginnen können.